Geschichte & historische Gebäude

Geschichte

Gommersdorf kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Hier ein kleiner Einblick:

1176

Erste urkundliche Nennung in einer päpstlichen Urkunde „Mansum Cumbirsdorf“

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1193

Conrad von Aschhausen schenkt dem Kloster Schöntal seinen Hof zu Gummersdorf mit allen was dazu gehört: Felder, Wiesen, Waldungen, Bachläufen u.a.m.

Bischof Heinrich von Würzburg bestätigt diese Schenkung 1194

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1358

Erste Erwähnung der Mühle Gommersdorfs

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1591- 1592

Bau der neuen Kirche, welche anstelle der 1225 erwähnten Kapelle errichtet wurde.

Die heutige Taufglocke läutete bereits in dieser Kapelle.

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1596

Neubau oder Erweiterung des Schöntaler Amtshofes als Verwaltungsgebäude des angrenzenden Ökonomiehofes, der aus der 1237 erwähnten Grangie entstanden ist. Viele vom Kloster Schöntal eingesetzten Amtmänner waren Patres, die auch die Pfarrdienste in Gommersdorf ausübten.

Ab 1712 fanden die Pfarrer Aufnahme im Amtshof. 1778 wurde die Ökonomie aufgelöst und das Gebäude als Pfarrhaus genutzt.

Für die oft zitierte Sommerresidenz für die Schöntaler Äbte wurden in Archiven keine Nachweise gefunden.

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1600

Neubau oder Erweiterung des Schultheißen-Hofes. Er diente als Amtssitz für die vom Kloster Schöntal eingesetzten Oberschultheißen von Gommersdorf. Der landwirtschaftliche Hof und spätestens ab 1686 auch das sich darin befindende Gasthaus „Zum Ochsen“ sicherten das Einkommen der Oberschultheißen.

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1601

Spätestens ab 1600 dann gab es Schulunterricht im Dorf.

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1618 – 1648

30-jähriger Krieg.

Einwohnerzahl reduzierte sich von knapp über 100 auf 50.

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um 1780/90

Kloster Schöntal verkauf den Schultheißen-Hof an den Gommersdorfer Einwohner Karl Kaiser. Er betreibt das landwirtschaftliche Gut und die Wirtschaft „Zum Ochsen“ weiter und erweitert das Gebäude 1821 mit dem linkseitigen Anbau.

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1802

Das Kloster Schöntal wird aufgelöst. Gommersdorf kommt zum provisorischen Oberamt Krautheim und ab 1802 zum Fürstentum Salm-Reifferscheidt Krautheim mit Sitz in Gerlachsheim.

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1806

Das Fürstentum Krautheim wird aufgelöst. Die Gemeinden recht der Jagst werden Herzogtum Baden einverleibt. Die Gemarkungsgrenze wird nicht angetastet, so dass der Grenzverlauf zwischen Gommersdorf und Marlach jenseits der Jagst auf halber Höhe der Jagsthalde verläuft.

Der sehr schmale Weg von Gommersdorf nach Krautheim wird verbreitert.

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1833

Fürst und Altgraf Konstantin Salm-Reifferscheidt erreichtet in den Räumen des früheren schöntalischen Ökonomiehofes eine Brauerei.

Diese hat Bestand bis 1892.

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1867

Gründung des Gesangsvereins „Liederkranz Gommersdorf“.

1909 umbenannt in Gesangverein „Frohsinn Gommersdorf“.

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1883

Gründung des Militärvereins Gommersdorf

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1884

Gründung der Musikkapelle Gommersdorf

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1897 – 1904

Abschnittsweiser Bau der Wasserleitung in Gommersdorf

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1906 – 1907

Bau einer neuen zweizügigen Schule mit Lehrerwohnungen.

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1907

Gründung eines Schützenvereins.

1910 aufgelöst. Das Vereinsvermögen ist 1910 bei der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gommersdorf in deren Grundstock übergegangen.

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1911

Aus dem Elektrizitätswerk Klepsau wird Gommersdorf mit elektr. Strom versorgt.

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Fortsetzung folgt

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Historische Gebäude

Das ehemalige Schöntaler Amtshaus in Gommersdorf ist heute Pfarrhaus

Der Schöntaler Amtshof in Gommersdorf ist ein mächtiger und ortsbildprägender Renaissancebau und von zentraler Bedeutung für die Ortsgeschichte.

Der dreigeschossige Massivbau mit geschweiften Giebeln wurde unter Abt Johannes IV. Lurtz im Jahr 1596 erbaut.

Ein Schöntaler Amtmann war der Verwalter des klösterlichen Wirtschaftshofes, der unmittelbar an dem Amtshof angrenzte.


Schöntaler Klosterhof

Der Schöntaler Klosterhof, als Amtssitz für die vom Kloster eingesetzten Oberschultheißen in Gommersdorf bis etwa 1790, nachweisbar ab 1686 auch Wirtschaft, ab 1771 Gasthaus „Zum Ochsen“, eine mehrteilige Hofanlage. Das massive stattliche Hauptgebäude mit geschweiftem Renaissancegiebel wurde 1600 erbaut und ist wie der Schöntaler Amtshof ein Zeugnis der einstigen Schöntaler Herrschaft.

Gommersdorf war um 1600 bedeutsame Schöntal`sche Vogtei mit beachtlichem Besitz an Grund, Boden und Waldungen.

Der linksseitige Fachwerkausbau wurde 1821 angefügt.


Pfarrkirche St. Johannes Baptist

Die katholische Kirche St. Johannes Baptist wurde 1591 an der Stelle einer Vorgängerkapelle errichtet. In den kommenden Jahrhunderten folgten mehrere Erweiterungen und Ergänzungen.

Die Kirche verfügt über eine hochwertige Raumgestaltung und kunsthistorische Ausstattung.

Der Sakralbau ist durch seine weit in die Landschaft wirkende vertikale Dominante ein ortsbildprägendes Element und ein wichtiges Zeugnis der Kirchen- und Baugeschichte.