Neubau oder Erweiterung des Schöntaler Amtshofes als Verwaltungsgebäude des angrenzenden Ökonomiehofes, der aus der 1237 erwähnten Grangie entstanden ist. Viele vom Kloster Schöntal eingesetzten Amtmänner waren Patres, die auch die Pfarrdienste in Gommersdorf ausübten.
Ab 1712 fanden die Pfarrer Aufnahme im Amtshof. 1778 wurde die Ökonomie aufgelöst und das Gebäude als Pfarrhaus genutzt.
Für die oft zitierte Sommerresidenz für die Schöntaler Äbte wurden in Archiven keine Nachweise gefunden.
Neubau oder Erweiterung des Schultheißen-Hofes. Er diente als Amtssitz für die vom Kloster Schöntal eingesetzten Oberschultheißen von Gommersdorf. Der landwirtschaftliche Hof und spätestens ab 1686 auch das sich darin befindende Gasthaus „Zum Ochsen“ sicherten das Einkommen der Oberschultheißen.
Kloster Schöntal verkauf den Schultheißen-Hof an den Gommersdorfer Einwohner Karl Kaiser. Er betreibt das landwirtschaftliche Gut und die Wirtschaft „Zum Ochsen“ weiter und erweitert das Gebäude 1821 mit dem linkseitigen Anbau.
Das Kloster Schöntal wird aufgelöst. Gommersdorf kommt zum provisorischen Oberamt Krautheim und ab 1802 zum Fürstentum Salm-Reifferscheidt Krautheim mit Sitz in Gerlachsheim.
Das Fürstentum Krautheim wird aufgelöst. Die Gemeinden recht der Jagst werden Herzogtum Baden einverleibt. Die Gemarkungsgrenze wird nicht angetastet, so dass der Grenzverlauf zwischen Gommersdorf und Marlach jenseits der Jagst auf halber Höhe der Jagsthalde verläuft.
Der sehr schmale Weg von Gommersdorf nach Krautheim wird verbreitert.
Das ehemalige Schöntaler Amtshaus in Gommersdorf ist heute Pfarrhaus
Der Schöntaler Amtshof in Gommersdorf ist ein mächtiger und ortsbildprägender Renaissancebau und von zentraler Bedeutung für die Ortsgeschichte.
Der dreigeschossige Massivbau mit geschweiften Giebeln wurde unter Abt Johannes IV. Lurtz im Jahr 1596 erbaut.
Ein Schöntaler Amtmann war der Verwalter des klösterlichen Wirtschaftshofes, der unmittelbar an dem Amtshof angrenzte.
Schöntaler Klosterhof
Der Schöntaler Klosterhof, als Amtssitz für die vom Kloster eingesetzten Oberschultheißen in Gommersdorf bis etwa 1790, nachweisbar ab 1686 auch Wirtschaft, ab 1771 Gasthaus „Zum Ochsen“, eine mehrteilige Hofanlage. Das massive stattliche Hauptgebäude mit geschweiftem Renaissancegiebel wurde 1600 erbaut und ist wie der Schöntaler Amtshof ein Zeugnis der einstigen Schöntaler Herrschaft.
Gommersdorf war um 1600 bedeutsame Schöntal`sche Vogtei mit beachtlichem Besitz an Grund, Boden und Waldungen.
Der linksseitige Fachwerkausbau wurde 1821 angefügt.
Pfarrkirche St. Johannes Baptist
Die katholische Kirche St. Johannes Baptist wurde 1591 an der Stelle einer Vorgängerkapelle errichtet. In den kommenden Jahrhunderten folgten mehrere Erweiterungen und Ergänzungen.
Die Kirche verfügt über eine hochwertige Raumgestaltung und kunsthistorische Ausstattung.
Der Sakralbau ist durch seine weit in die Landschaft wirkende vertikale Dominante ein ortsbildprägendes Element und ein wichtiges Zeugnis der Kirchen- und Baugeschichte.